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Seite 61 - Teilhabe VEREINfacht | So gelingt der Sport für Alle
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 Qualifizierungsmöglichkeiten im Behindertensport
Qualifikation erklärt (Länge: 2m18s)
Dieses und weitere Videos unter:
www.dbs-npc.de/handbuch-behindertensport.html
Qualifizieren für mehr Teilhabe und Inklusion
In den Strukturen des Deutschen Behindertensportverbands (DBS) werden Ausbildungen in den Be- reichen Breiten-, Leistungs-, Rehabilitations- und Präventionssport angeboten. Das Ausbildungssystem ist modular aufgebaut und beginnt mit einem Grundlagenblock, in dem allgemeine Informationen zu Behinderungsarten sowie zum Sport von Menschen mit Behinderung vermittelt werden. Dieser umfasst 90 Lerneinheiten à 45 Minuten. Nach erfolgreicher Teilnahme oder Anerkennung des Grundlagenblocks ist für den abschließenden Lizenzerwerb eine Teilnahme an den Ausbildungen im Bereich des Breiten-, Rehabilitations- oder Leistungssports möglich. Die Ausbildungen der ersten Lizenzstufe umfassen 30 Lerneinheiten (z. B. „Übungsleiter*in C Breitensport - Behindertensport“ oder „Trainer*in C Leistungs- sport - Behindertensport“), die Ausbildungen der zweiten Lizenzstufe 90 Lerneinheiten (z. B. „Übungs- leiter*in B - Sport in der Rehabilitation“).
Neben der Ausbildung von Trainer*innen und Übungsleiter*innen besteht die Möglichkeit, Fortbildun- gen zum Sport von und für Menschen mit Behinderung zu besuchen, um sich in den verschiedensten Themen und Sportarten weiterzubilden. Spezielle Marker im DBS-Lehrgangsplan heben die Fortbildun-
gen mit der Thematik „Inklusion“ besonders hervor.
Anerkennung von Vorqualifikationen
Praktisch ist: Bestimmte Ausbildungs- und Studiengänge können als Vorqualifikation anerkannt werden und zu einer Verkürzung der Ausbildungszeit führen. Mit einer Übungsleiterlizenz C eines Fachverbandes, Spitzenverbandes oder Landessport- bundes verkürzt sich bspw. die Ausbildung zum*zur „Übungsleiter*in C Brei-
tensport – Behindertensport“ auf insgesamt 46 Lerneinheiten (statt 120).
Jetzt aktiv werden!
Befangenheit oder die Angst, etwas falsch zu machen, können Hemmnisse für einen ungezwungenen Umgang sein und Menschen mit Behinderung den Einstieg in den Sport erschweren. Dabei ist es besser, Fehler zu ma-
chen und daraus zu lernen, als gar nicht aktiv zu werden.
Daher lautet das Motto:
Berührungsängste abbauen und mit Mut und Offenheit den Weg zu einer inklusiven und vielfältigen Sportlandschaft in Deutschland gehen.
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