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Seite 56 - Teilhabe VEREINfacht | So gelingt der Sport für Alle
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Volleyball

      GUT ZU WISSEN
Bei der Ballsportart Volleyball stehen sich zwei Mannschaften mit jeweils sechs Spie- ler*innen auf einem 9 x 18 Meter großen
Feld gegenüber, das mittig durch ein Netz geteilt wird. Ziel des Spiels ist es, den Ball so über das Netz zu schlagen, dass er von der gegnerischen Mannschaft nicht mehr regelkon- form zurückgespielt werden kann. Die Netzhöhen werden dabei an Geschlecht und Alter angepasst. Im Behindertensport wird zwischen den Varianten Stand- und Sitzvolleyball unterschieden. Die Spielfeldab- messungen, die Netzhöhe und das Spielgerät sind beim Stand-
volleyball identisch mit dem klassischen Volleyball.
Ebenso ist die Mannschaftsgröße mit sechs Spieler*innen pro Team bei bei- den Varianten gleich. Die Unterschiede beim Sitzvolleyball ergeben sich daraus, dass auf dem Hallenboden sitzend gespielt wird und entsprechend das Netz mit einer Höhe von maximal 1,15 Metern bei den Herren bzw. 1,05 Metern bei den Damen deutlich niedriger ist. Zudem ist die Spiel- feldgröße mit 10 x 6 Metern geringer. Dadurch ist Sitzvolleyball eine sehr temporeiche Variante, die viel
Präzision verlangt.
SO MACHT'S ALLEN SPAß
Die Veränderung von Netzhöhe und Spielfeldgröße ermöglicht bspw. Kleinwüchsigen oder Menschen mit einer Gehbehinderung den Zugang zur Sportart Standvolleyball. Auch Anpassungen im Regelwerk, wie z. B. die Möglichkeit von Angriffsschlägen aus dem Stand bei verringerter Netzhöhe, sorgen für mehr Chan- cengleichheit auf dem Spielfeld. Weitere Anpassungen können in der Teamzusammenstellung und der Spieleranzahl auf dem Feld vorgenommen werden. Mehr Spieler*innen bedeuten eine Verringerung der individuellen Laufleistung, was besonders Menschen mit einer Gehbehinderung entgegenkommt. Zudem kann ein größerer Ball eingesetzt werden, wodurch das Spiel verlangsamt und somit vereinfacht wird. Dies sorgt vor allem mit Blick auf Menschen mit geistiger Behinderung und Trainingsanfänger*innen für mehr Spaß am Spiel.
Sowohl Stand- als auch Sitzvolleyball eignet sich für das Zusammenspiel von Menschen mit unterschied- licher Behinderung und Menschen ohne Behinderung. Beim Standvolleyball können je nach Behinderung spezielle Prothesen verwendet werden, im Bereich des Breitensports ist das Training aber auch mit der Alltagsprothese gut zu bewältigen. Beim Sitzvolleyball werden keine Prothesen benötigt. Da bei dieser Va- riante eine ausgeprägte Rumpfstabilität notwendig ist, muss bei Menschen mit einer Querschnittslähmung individuell abgestimmt werden, ob die Sportart geeignet ist. Generell lassen sich sowohl Stand- als auch Sitzvolleyball ohne Probleme in das Vereinsangebot aufnehmen oder in bestehende Volleyballstrukturen integrieren.

  AUF EINEN BLICK
  - Reaktion, Technik und Taktik: Mit Teamplay punkten
- Kann im Stehen oder im Sitzen gespielt werden
- Beweglichkeit im oberen Rücken und im Schulterbereich erforderlich
- Baggern, Pritschen, Schmettern: Der Ball wird volley (ohne Bodenkontakt) gespielt
- Die Variante Sitzvolleyball gehört seit 1980 zum paralympischen Programm
Geeignet für:
                               VEREINfacht
Was ihr braucht: Die Trainingsvoraussetzungen beim Stand- und Sitzvolleyball gleichen dem klassi- schen Volleyball. Wichtig ist mit Blick auf Sitzvolley- ball, dass sich die verringerte Netzhöhe einstellen lässt. Nicht alle Netzpfosten lassen sich auch auf Höhen unter 1,50 Meter reduzieren.
Zudem gibt es spezielle Sitzvolleyball-Netze, aller- dings haben gängige Badminton-Netze ähnliche Maße, so dass die Anschaffung von Spezialnetzen für den Einstieg nicht unbedingt notwendig ist.
      
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