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Seite 17 - Teilhabe VEREINfacht | So gelingt der Sport für Alle
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 Praxistipps: Fit für die Vielfalt
 Vielfalt fördern
Behinderung ist nicht gleich Behinderung. Eine wichtige Aufgabe für Trainer*innen und Übungsleiter*innen besteht darin, die Unterschiedlichkeiten von Sportler*innen innerhalb der Trainingsgruppe zu berücksichtigen. Das Training von Rollstuhlfahrer*innen oder von Menschen mit Arm- oder Beinamputation erfordert andere Rahmenbedingungen als das Training mit blinden, gehörlosen und kleinwüchsigen Personen oder Menschen mit geistiger Behinderung.
Die Herausforderung besteht nicht nur darin, die Anforderungen richtig zu dosieren. Gerade im Kinder- und Jugendbereich sollten Vergleiche (z. B. über Leistungstabellen) mit Gleichaltrigen unbedingt vermieden werden, da Menschen mit Behinderungen diesen nicht immer gerecht werden können. Das gilt es auch den anderen Trainingsteilnehmer*innen zu vermitteln. Solche Vergleiche können zur Überforderung, Missachtung der eigenen körperlichen Grenzen und langfristig zu Überbeanspruchung sowie stetig steigender Frustration führen. Besser ist es, wenn individuelle Leistungen angemessen wertgeschätzt werden, um individuellen Leistungen angemessen wertgeschätzt werden, um die Motivation hochzuhalten und das Selbstvertrauen in die eigenen
Leistungen zu stärken.
Einige der Aspekte, die im Trainingsalltag berücksichtigt werden sollten, werden im Folgenden
dargestellt.

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