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Seite 25 - Teilhabe VEREINfacht | So gelingt der Sport für Alle
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Badminton
       AUF EINEN BLICK
  - Schnellste Rückschlagsportart der Welt
- Wird im Einzel oder Doppel gespielt
- Beweglichkeit im Schlagarm und oberen Rücken notwendig
- Kann im Stehen oder mit Rollstuhl gespielt werden
Geeignet für:
                               VEREINfacht
Was ihr braucht: Trainiert wird mit gängigen Badmin- tonschlägern und Federbällen. Rollstuhlfahrer*innen benötigen einen speziellen, deutlich dynamischeren Sportrollstuhl mit Kippschutz, der für notwendige Sta- bilität bei den Schlagbewegungen sorgt. Zum Einstieg in die Sportart eignet sich aber auch ein Alltagsroll- stuhl, allerdings nur wenn er mit einem Kippschutz ausgestattet ist. Wichtig bei Rollstuhlfahrer*innen ist außerdem, dass auf eine ausreichende Fixierung geachtet wird, die zusätzlich für Stabilität bei den schnellen Bewegungen sorgt. Für Sportler*innen mit Beinprothesen gilt: Gerade durch die schnellen Bewe- gungen ist das Tragen von Sportprothesen von Vorteil. Für den Einstieg in die Sportart sind Alltagsprothesen aber ausreichend. Gleiches gilt auch für Armprothe- sen, die allerdings nicht notwendigerweise getragen werden müssen. Für Menschen mit eingeschränkter oder nicht vorhandener Griffkraft besteht die Möglich- keit, den Badmintonschläger mit Klettband oder einem speziellen Handschuh am Arm zu befestigen.
    GUT ZU WISSEN
Badminton ist ein schnelles Rückschlagspiel, das entweder im Stehen oder mit Rollstuhl gespielt wird. Ziel ist es, den Federball mit einem Schläger so über das Netz zu schlagen, dass ihn die Gegenseite nicht regelkonform zurückspielen kann. Dabei ist das Spiel beendet, wenn eine Seite zwei Gewinnsätze für sich entscheiden kann.
Mögliche Spielvarianten sind die Einzeldisziplin, das Spiel im
Doppel oder zu zweit in gemischten Teams. Eine besondere Va-
riante stellt das INTEGRA-Badminton dar. Hier spielen Rollstuhlfahrer*innen im Doppel zusammen mit Fußgänger*innen. Gespielt wird auf einem 13,40 x 6,10 Meter großen Spielfeld mit einer Netzhöhe von 1,55 Metern. Im Rollstuhlbadminton gilt die Netzhöhe des klassischen Badmintons, allerdings wird das Spiel auf ein halbes Feld begrenzt (ohne den Bereich zwischen Netz und vorderer Aufschlaglinie). Bad- minton ist eine reine Hallensportart, da die leichten Federbälle äußert windanfällig sind. Die Beschaffen- heit des Hallenbodens spielt hierbei eine wichtige Rolle für die Sportler*innen. So fällt das Spiel Fuß- gänger*innen auf einem griffigen, gummiartigen, weichen Fußboden leichter. Für Rollstuhlfahrer*innen ist hingegen die beste Fortbewegung auf einem glatten Parkett- oder Hallenboden gegeben. Im Training spielt der Untergrund anfangs allerdings eine untergeordnete Rolle.
SO MACHT'S ALLEN SPAß
Damit Badminton allen Spaß macht, sollte vor allem Beweglichkeit im Schlagarm und im oberen Rücken vorhanden sein. Dazu kann im Training individuell getes- tet werden, welche Schlagbewegungen möglich sind. Badminton lebt von einer guten Auge-Hand-Koordination. Deshalb sollte gerade bei Menschen mit geistiger Behinde- rung, bei Menschen mit Einschränkung der oberen Extremitäten sowie auch bei Trai- ningsanfänger*innen Wert auf eine gute Basis-Schulung gelegt werden. Ein*e Doppelpartner*in kann für die not- wendige Unterstützung auf dem Feld sorgen, um den Spielfluss und damit auch den Spaß am Sport für alle aufrechtzu- erhalten. Ergänzend hierzu kann durch eine Verkleine- rung des Spielfelds die Kom- plexität und Schnelligkeit aus dem Spiel genommen
werden.

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