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Seite 31 - Teilhabe VEREINfacht | So gelingt der Sport für Alle
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Eishockey
       AUF EINEN BLICK
  - Hart aber fair: Rasante Sportart auf dem Eis
- Spektakulär und körperbetont: Para Eishockey
wird mit Sitzschlitten gespielt
- Beweglichkeit im Rumpf und in den Armen sowie gute Funktion der Hände notwendig
- Seit 2000 existiert die deutsche Para Eishockey- Liga
Geeignet für:
VEREINfacht
Was ihr braucht: Um Eishockey zu spielen, benöti- gen die Sportler*innen Schlittschuhe, Schläger und eine Schutzausrüstung. Gerade bei der Schutzaus- rüstung bietet es sich an, wenn Vereine eine oder mehrere Leihausrüstungen besitzen, um diese inte- ressierten Trainingsneulingen zur Verfügung zu stel- len. Die Schutzausrüstung besteht unter anderem aus einem Helm mit Vollvisier, einem Brustpanzer, einer Halskrause, Ellenbogenschonern und Handschuhen. Im Para Eishockey ist der Sitzschlitten das wichtigste Hilfsmittel. Dieser sollte verstellbar sein, damit für alle Spieler*innen optimale Anpassungen vorgenommen werden können. So ist bspw. der Schlitten von Men- schen mit beidseitiger Bein-Amputation deutlich kür- zer als der von Menschen mit Querschnittslähmung. Während die Feldspieler*innen zwei kurze Schläger verwenden, ist der Torwart mit einem Schläger sowie einem Fanghandschuh ausgestattet.
    GUT ZU WISSEN
Eishockey ist eine Mannschaftssportart, die mit Schlittschuhen auf einer etwa 60 Meter langen und 30 Meter breiten Eisfläche gespielt wird. Ziel des Spiels ist es, das flache Spielgerät – den Puck – mit Schlägern in das gegnerische Tor zu befördern.
Die Spielzeit ist laut internationalem Regelwerk in Drittel von je 20 Minuten unterteilt. Gespielt wird sowohl in Damen- als auch in Herrenteams mit jeweils sechs Spieler*innen (inkl. Tor- hüter*in). Im Behindertensport wurde in den 1970er Jahren die Sportart Para Eishockey, früher Sledge-Eishockey genannt, ent- wickelt.
Grundsätzlich entsprechen die Regeln denen des klassischen Eishockeys, allerdings mit leichten Anpas- sungen. Wichtigster Unterschied ist, dass Para Eishockey im Sitzen gespielt und ein Sitzschlitten verwen- det wird. Zur besseren Beschleunigung, zur Fortbewegung und zum Schlagen des Pucks nutzen die Para Sportler*innen zwei kurze Schläger, die an einem Ende mit Spikes ausgestattet sind. Die Spieldauer pro Drittel beträgt bei Para Eishockey 15 Minuten.
SO MACHT'S ALLEN SPAß
Para Eishockey stellt vor allem für Menschen mit einer Einschränkung der unteren Extremitäten die optimale Alternative zum klassischen Eishockey dar. Die individuelle Anpassung der Sitz- schlitten sorgt dafür, dass Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen den Sport gemeinsam ausüben können und schnell Spaß daran finden. Wichtig dafür ist eine gute Oberkörperstabilität, da diese nur bis zu einem gewissen Maß durch die Sitz- schale des Schlittens ausgeglichen werden kann. Die Fixierung im Schlitten sorgt ergänzend für Stabilität bei schnellen Bewegungen. Ein ausgeprägter Gleichgewichtssinn schafft zusätzlich zu den beiden Schlägern eine optimale Balance
im Sitzschlitten.
Da im Para Eishockey fast aus-
schließlich aus dem Rumpf und mit den Armen gearbei- tet wird, sollte ausreichend Beweglichkeit in diesem Bereich vorhanden sein. Das ständige Umgreifen des Schlägers zwischen Fortbe- wegung und Schlägen erfor- dert zudem eine gute Funktion
der Hände.

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